Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 11
16. Aug
Er erhob sich und ging auf die Tür zu. Sie hatte keinen Griff und lies sich nicht bewegen. Kein Geräusch drang in seine Ohren. Er war ganz allein.
Er wandte sich um und lehnte sich gegen die kalte Tür. Dann erkannte er auf der anderen Seite eine Metalltoilette und ein metallenes Waschbecken.
Ein metallisches Klicken ertönte plötzlich und er erkannte einen grell leuchtenden Streifen, der auf allen Wänden befestigt zu sein schien und sich einmal durch den Raum aufspannte. Kurze Zeit später war das Klicken und auch das Licht erloschen.
Sein ganzes Umfeld wirkte steril und beengend.… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 10
15. Aug
„Hendrik ich denke das reicht für den Anfang.“ Nun mischte sich Sam ein und er klang ein wenig gereizt.
„Ich würde aber gerne mehr erfahren.“
„Das wirst du schon noch früh genug. Spätestens wenn wir bei Max eingetroffen sind.“
Hendrik wollte Sam nicht noch mehr reizen, was er mit seinen Ausführungen sicher schon getan hatte und lies es dabei. Sein Freund war ein Geheimnisgräber und was die Arbeit anging, vertraute er nicht einmal seiner eigenen Mutter.
„Schon gut. Obwohl du mich ja richtig neugierig gemacht hast“, sprach sie an Hendrik gewandt.
Nach einigen Minuten des… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 9
14. Aug
Die Bar war geräumig mit Sofas, Stehplätzen und einem Tresenausgestattet und es lief ruhige Loungemusik im Hintergrund. Hendriks Studienkamerad zielte eine Sofaecke im hinteren dunkleren Bereich der Lounge an und lies ich in die Ecke fallen. Er klopfte auf den Platz neben sich doch Emma lies sich in einen der Sessel gegenüber von ihm fallen. Hendrik setzte sich in den anderen Sessel. Emma blickte zur Bar und die Kellnerin kam schon auf die drei zu. Die Bar war nicht sonderlich mit Gästen gefüllt und so hatten die drei viel Zeit ungestört miteinander zu sprechen.
„Also, wir haben in unserer… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 8
13. Aug
Ein erneuter Blick zur Tanzfläche, Emma und Sam waren jedoch verschwunden.
Hendrik suchte den Raum ab. Doch die beiden waren wie vom Erdboden verschluckt.
„Bitte nicht“, flüsterte er und wünschte sich, dass Emma nicht mit Sam mitgegangen war.
„Was bitte nicht?“
Emma war gerade mit Sam von hinten auf ihn zu gekommen. Sie lies sich neben Hendrik auf das Sofa fallen und winkte dem Kellner zu. Sam lies sich ihr gegenüber nieder und lächelte sie verstohlen an.
„Nichts“, entgegnete Hendrik ihr und nahm den dritten Tequilla für heute zu sich.
„Ich möchte, dass ihr… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 7
12. Aug
„Nein, nicht so wie du denkst. Der ist voll cool. So ein Indiana Jones Freak. Er ist auf dem Weg nach Hamburg und hat vor von Kiel aus mit der Bahn zu fahren. Und er will sich dort so ein Deutschlandticket kaufen. Das ist billig meinte er und es können insgesamt fünf Personen mitfahren. Und ich hab gefragt, ob er schon Reisepartner hat und gesagt, dass wir zu dritt sind und gerne mitfahren wollen“, lallte Sam leicht und durchstöberte gleichzeitig die Karte.
„Sagen Sie mal, haben Sie auch was zum Essen?“
„Ich kann Ihnen Nüsse und Kekse anbieten.… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 6
11. Aug
Hendrik druckste noch etwas herum, aber als Emma einen bittenden Hundeblick aussetzte, gab er schließlich nach.
„Also wie schon gesagt, viel gibt es nicht zu erzählen. Ich hatte einmal eine Freundin. Eine Deutsche, Katrin. Wir haben uns in Oslo auf der Uni kennengelernt. Sie war im gleichen Biochemie Kurs wie ich und wir haben uns einen Labortisch geteilt. Naja eins kam wie das andere und dann waren wir zusammen. Ein paar Wochen später habe ich erfahren, dass sie es mit einem der Universitätsassistenten treiben würde, um nicht durchzufallen. Und sie sei nur mit mir zusammen, weil ich in Biochemie… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 5
10. Aug
Er las noch einmal die Cocktails durch und entschied sich dann schließlich für einen Mai Tai, als der Kellner ein weiteres Mal ihren Tisch besuchte.
„Einen Frozen Mageritha bitte!“
„Und ich bekomme einen Mai Tai.“
Der Kellner notiere und verschwand zurück zur Bar.
„Mai Tai, den hätte ich dir gar nicht zugetraut. Ich dachte, du würdest eher etwas anderes bestellen.“
Emma lächelte und lehnte sich auf dem Sofa zurück, welches Hendrik ihr zuvor angeboten hatte.
„Enttäuscht?“
„Nein, nur überrascht!“
Er fixierte sie kurz und musterte sie noch einmal. Sie war wirklich genau… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 4
09. Aug
„Nicht so schlimm“, antwortete Emma, griff nach dem Föhn und verschwand schnell wieder in den anderen Raum.
Hendrik beeilte sich nun noch schneller und schnitt sich fast mit dem Rasiermesser in die Oberlippe. Er griff sich ebenfalls einen der Bademäntel und öffnete die Tür.
„Es tut mir wirklich leid, ich hab einfach nicht nach gedacht,“ murmelte er entschuldigend.
„Ist doch ok. Ich geh mich dann mal schminken.“
Emma huschte an seinem hochroten kopf vorbei und schloss die Badezimmertür hinter sich.
Hendrik zog eine Hose, ein rotes T-Shirt und ein schwarzes Jacket aus der Einkaufstüte und… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 3
08. Aug
„Geträumt? Aber es war alles so real. Das Metall, das Surren, der dicke Mann!“
„Hendrik, hier ist kein Metall und auch kein dicker Mann. Du hast vielleicht doch zu viel gegessen!“
Sie lächelte und erhob sich. Ihre Haare waren in ein weißes Handtuch gepackt und ihr Körper war in einen weißen Frotteebademantel gehüllt.
„Vielleicht solltest du einmal kalt duschen! Dann kommst du auf andere Gedanken. Ach und dann könntest du mich durch das Schiff begleiten wenn du willst.“
Hendrik erhob sich. Er wischte seine Stirn ab. Kalter Schweiß, oder war es vielleicht das kalte Wasser, in… …weiterlesen
Zeitrisse: Kapitel 5 – Teil 2
06. Aug
Das Fliesband flammte nun grün auf und eine Art unsichtbare Barriere nahm pulsierend Gestalt an. Es war eine Art Tür. Sie war Schwarz, pulsierte heftig, wurde durchsichtig und gab schließlich den Durchgang in einen gewaltigen Raum frei, der eben noch nicht hinter dem Fließband gewesen war.
Die Wände des Raumes bestanden aus Rechnern, Drähten, Kabeln und surrenden und glimmenden Lämpchen, die umso schneller blinkten, wie Hendrik sich dem Mittelpunkt des Raumes näherte.
Dort saß ein Mann. Hendrik vermutete jedenfalls, dass das was er da sah ein Mann war, denn er war über und über mit Kabeln und blinkenden… …weiterlesen

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