Von Muttergefühlen, die nichts mit Kleinkindern, Kindern oder Babys zu tun haben.

Kennen Sie dieses Gefühl? Man sieht einen Gegenstand, ein Tier oder sonst irgendetwas und schon fühlt man sich auf eine sehr befremdlich wirkende Art und Weise zu genau jenem Ding oder Geschöpf hingezogen?

Diese Umstände sind nicht selten und vorallem beim weiblichen Geschlecht, der Mutter, treten sie noch viel häufiger auf, als beim entgegengesetztem Geschlecht, dem Mann.

Vermutlich kann man diese Gefühle bis hin in die Urgeschichte der Menschheit zurück verfolgen. Die Frau hat sich schon damals um die Familie gekümmert. Sie war dafür zuständig, dass der Haushalt geführt wurde und die Kinder erzogen wurden. Und wenn dann mal eine süße Säbelzahntigermaus vorbeilief, wurde diese prompt auch mit in die Familie aufgenommen und liebevoll umsorgt.

Muttergefühle - Ein brennen in der Brust

Also ist es in der Neuzeit, der Zeit in der wir Leben, nichts besonderes wenn eine Frau, egal welchem Alter sie angehört, Gefühle für ein lebloses Bronzebaby empfindet.  Kalt, schwer und trotzdem rührt es die Gemüter der Menschen, die es genauer betrachten.

Liegt es nur an dessen Austrahlung? Oder ist es das Unterbewusstsein, dass nach Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten und Liebe schreit? Schließlich ist es wissenschaftlich bewiesen, dass sich das menschliche Gemüt nach Fürsorge und Nähe sehnt.

Es mag für andere befremdlich wirken, wenn eine junge Frau, das kalte Etwas an die Brust drückt, es versucht zu wärmen oder genau jenes leblose Geschöpf vorsichtig in ein Bettchen aus rotem Samt legt. Für manche, jedoch verehrte Leser, kann dies auch der entscheidende Punkt im Leben einer berufstätigen Frau sein, die entdeckt, dass nun die Stufe erreicht ist, an welcher sie selbst eine Familie günden will.

Ist dann jedoch kein Mann verfügbar, greift die sich zu werden wünschende Mutter meist auf Altagsgegenstände oder Tiere zurück, die sie bemuttern kann.

Denn ein Stück Eisen oder ein paar Knopfaugen können die Nerven einer Frau nicht so sehr beanspruchen, wie das schrille Schreien eines echten Babys.