Es gibt Momente im Leben einer jeden junge Dame, die selbst die Kühnste und Direkteste überfordern und ihr keine Möglichkeit bieten rational zu denken. Und genau so etwas ist mir gerade passiert.

Stellen Sie sich vor. Sie denken an nichts böses, kommen einem Wunsch eines Freundes nach und dann: Bäm!
Was „Bäm!“ genau ist? Im Grunde weiß ich das in diesem ersten Nachschreckmoment, wenn ich diesen so nennen darf, auch noch nicht. Nur soviel es hatte etwas mit nackten Tatsachen zu tun. Da auch einige Leser noch nicht volljährig sind, erscheint es mir wichtig, folgende Tatsachen beziehungsweise Erlebnisse nicht Wort wörtlich wiederzugeben sondern in einzelnen Bildern darzustellen.

Geschockt - Eiskalt Entblöst!

Da ich immer noch unter dem explosiven Hormoncocktail stehe, könnte es also sein, dass meine Beschreibungen leicht übertrieben wirken, wenn nicht sogar heillos aus der Luft gegriffen. Vielleicht war es auch Vorsehung, wer weiß.
Gut, wo beginne ich… Das Erlebnis, welches meine heile Welt etwas, wenn nicht ganz aus den Fugen gerissen hat, wiederzugeben und der Nachwelt zu erhalten? Ich denke beim Anfang. Schließlich muss jeder verstehen, warum, wieso weshalb, warum macht sie so etwas, oder hatte sie es gar vor…
Vor nicht einer Stunde habe ich einen Freund angerufen und diesen gefragt, ob ich kurz vorbei kommen und mein Kilo Mehl ausleihen könnte. Der oben genannte Freund meinte, dass dies kein Problem sei, die Terassentür stehe offen, ich solle mich einfach bedienen. Dies tat ich dann auch und stand keine acht Minuten später in seiner Küche mit dem Pack Mehl bewaffnet. Da ich von dieser Person nichts sah, bin ich natürlich neugierig gewesen und rief nach ihm. Er beantwortete mir mein Gerufe damit, dass er sich im Bad aufhielt und ich folgte der Stimme. Nichts ahnend öffnete ich die Tür und da stand er vor mir, genauso wie ihn Gott geschaffen hat, wie meine Oma, Gott hab sie selig, sagen würde. Das Kilo Mehl machte sich selbständig und färbte die Fliesen natürlich in einem Schnee aus weißem Pulver ein. Mir selbst klappte der Mund auf und mein Blick war nicht minder fraglich, als der seine, der ebenfalls musternd an mir auf und ab stieg. Er war nackt, stand tropfnass vor seinem Spiegel und war vermutlich gerade aus der immer noch mit Schaumwasser gefüllten Badewanne gestiegen. Anstatt mich um zudrehen und schleunigst das Weite zu suchen, musterte ich ihn aber brabbelte etwas von: „Oh mein Gott „ und „Nackt“. Erst als er mich fragte, ob er sich umdrehen sollte, suchte ich immer noch leicht verwirrt das Weite, lies mich auf seinem Sofa nieder und begann das gerade Gesehene zu verarbeiten.
Was ich damit sagen will? Nackte Tatsachen suchen uns, sie finden uns, egal wo wir uns befinden. Und sie passieren genau dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Vielleicht habe ich genau auf diesen Augenblick gewartet und vielleicht verstehen einige, dass man manchmal genau solche Erlebnisse braucht um einen Schritt in seinem Leben weiter zu kommen. Denn nackt kann auch manchmal positiv sein. Und mit einem Lächeln auf den Lippen lege ich meine imagniären Stift auf die Seite, lehne mich zurück und beende diesen Artikel mit den Worten: „Bäm!