Unreife Lästerspielchen, Mobbing, während sich das auserwählte Opfer im Raum findet: Wo hört das neidische, fast schon bemitleidenswerte Verhalten im Erwachsenenalter auf?

Wer kennt das nicht?
Man hat Freunde, Bekannte, ja sogar Familienmitglieder, die einige Eigenheiten, Hobbys oder Angewohnheiten an genau jenem Mitmenschen nicht schätzen, dulden und lächerlich finden. Halb so schlimm ist es, meiner Meinung nach, wenn man sich diese Dinge einfach nur denkt und sich so seine Meinung bildet. Niemand sagt etwas gegen ein Augenverdrehen oder vielleicht gegen einen dummen Kommentar bezüglich dieses Hobbys, dass das Opfer, hier der Mensch, der nicht in vollen Zügen akzeptiert wird, ausführt.
Doch was passiert, wenn die Mitmenschen, Freunde oder Familienmitglieder öffentlich in Anwesendheit von jenem Opfer zu lästern beginnen? Ist es dann das Opfer, dass sich mit Kinderbüchern, Märchen oder Trickfilmen beschäftigt, was unreif oder vorpubertär ist, oder sind es die Anderen, die sich lautstark über das Hobby oder den Charakterzug auslassen und es beim besten Willen nicht einfach akzeptieren können, was der andere Mensch tut und denkt?

Wo fängt das Verletzen an?

Wo endet die Schmerzensgrenze?

Ist es Eifersucht, die Andere zu dem werden lässt und Beleidigungen äussern, die bis ins Mark gehen?

Wie wehrt man sich am Besten?

Das, meine lieben Leserinnen und Leser frage ich mich auch. Bis wohin darf die Gesellschaft, die alles verachtenden Mitmenschen gehen, bis man selbst zu Grunde geht? Zeugt es nicht gerade von Freundschaft oder einem engeren Band, wenn man sich so akzeptiert, wie man ist?
Im Grunde kann man ewig auf eine Entschuldigung warten. Anerkennung wird vermutlich niemals zu Stande kommen, aber eine Entschuldigung wäre vermutlich nicht zuviel verlangt. Aber ich bin mir sicher, dass bei solchen Menschen, die weit über die pubertären Jahre hinaus gewuchert sind, sämtliche synaptischen Verbindungen im Gehirn fehlen. Ob überhaupt irgendwelche sympathischen oder parasympathischen Bereiche in solchen Gehirnen funktionieren, ist ebenfalls fraglich.
Kopfschütteln und wissen, dass man selbst sowieso das Recht hat, all das zu tun, was einem Spaß macht und wonach es einen dürstet, ist das was und schlussendlich selbst zeigt, dass wir weit reifer sind als jene. Sei so wie du bist, denn perfekter kannst du gar nicht werden, egal wie oft und wer dich umgestalten will.