Der rote Lockenkopf sprang entrüstet auf und deutete zu den mit Karton beklebten Fensterscheiben.
„Du“, dieses Wort spukte Sam Hendrik fast entgegen, „Du bist dafür verantwortlich!“ Sams Stimme hatte sich verflüchtigt und es war jetzt mehr der Hauch des Atems der Hendriks Ohr erreichte, als der Physiker sich zu ihm beugte: „Ich war gerade in der Altstadt, als ein Heer tobender Verrückter das Schloss und fast alle Häuser angezündet haben. Und als dann die Polizei diese Spinner einfangen wollte, haben die sich in Sand aufgelöst. Ich war voll mit diesem Menschensand. Die sind zerbröselt. Ich weiß nicht wie oft ich geduscht habe, aber ich hab das Gefühl das tausende von diesen Psychos an mir kleben. Und es geht nicht weg!“
Hendrik und Emma blickten sich besorgt an. Sam lies sich wie ein Häufchen Elend auf sein Sofa sinken und vergrub das Gesicht in den Händen. Hendrik räusperte sich vorsichtig und rutschte ein Stückchen näher um Sam zu trösten.
„Sam, ich habe keine Ahnung was das mit dem Experiment zu tun hat. Es gibt da noch etwas sehr, sehr seltsames. Die Menschen in den grauen Anzügen. Einer davon sieht aus wie ich und das sage ich nicht nur so, nein er gleicht mir aufs Auge. Naja bis auf, dass er eine Glatze hat. Und, das macht die ganze Sache noch verrückter, er hat auch die gleiche Stimme wie ich.“
Hendrik hielt inne und atmete einmal geräuschvoll aus. Er berührte nun sachte Sams Schulter, der auf einmal wie von Sinnen zu Schluchzen begann.
Hendrik verfolgte Emmas Blick und sah wie sie sich erhob und nach dem Badezimmer fragte. Sam deutete ihr den Weg und sie verlies den Raum.
„Sam, ich glaube ich bin in Gefahr oder wir sind es. Hast du etwas von Max gehört? Ich habe es wie immer gemacht, du weißt wovon ich spreche, und dann gab es eine Art Erdbeben, nur hat davon niemand etwas gemerkt und dann kamen diese Menschen, wie aus dem Nichts“, unweigerlich begann Hendrik Sam zu schütteln, „und sie suchen und verfolgen mich. Sam ich bitte dich, was wollen die von mir?“ Sams Kopf hob sich leicht.
„Was ist das für ein Zimmer?“
Emmas Stimme riss Hendrik aus der sich in seinem Kopf ausbreitenden Angst. „Finger weg von der roten Tür! Das geht Sie einen Scheißdreck an!“, Sams wütende Stimme lies Hendrik unweigerlich zusammenschrecken.
„Schon gut, schon gut.“