Emma näherte sich wieder dem Wohnzimmer und wenn er etwas mit Sam klären wollte, ohne die junge Frau noch mehr in das Geschehen einzubeziehen, musste er schnell machen. „Sam, irgendetwas muss schief gelaufen sein. Wir sind nicht mehr sicher!“ Emma betrat erneut den Allzweckraum der kleinen Wohnung und lies sich, die beiden Männer nicht aus den Augen lassend, auf einen der schwarzen Hocker nieder, die um den gläsernen Couchtisch standen.
„Ich würde mich jetzt gerne ein wenig ausruhen. Ich habe für heute genug gesehen und mir reicht es wirklich. Noch mehr und ihr könnt mich einweisen. Morgen seid ihr mich dann los. Also gute Nacht.“
Emma erhob sich wieder und schob einige der Hocker zusammen, auf die sie sich dann schließlich legte und nach wenigen Momenten einschlief.
„Wir können sie nicht einfach gehen lassen, nicht nach alldem was da draußen gerade passiert“, durchbrach Sam flüsternd die Stille.
„Du hast sie unweigerlich in Gefahr gebracht, Hendrik, altes Haus. Da bin ich mir sicher. Aber hier bleiben können wir auch nicht. Du wirst verfolgt sagst du? Ich wette, die wissen dann auch, dass du hier bist. Wir sollten nach Hamburg, vielleicht weiß Max, was das hier zu bedeuten hat.“ Er nickte in Richtung der abgeklebten Fenster. Hendrik seufzte und nickte: „Ich weiß noch nicht einmal ihren Nachnamen.“
„Sie ist hübsch“, bemerkte Sam nach einer kurzen Pause, „absolut mein Typ.“
Und mit einer raschen Handbewegung zog er sich seine Mütze vom Kopf und entblößte seine abstehenden roten Locken.
„Wie kommen wir nach Hamburg?“, fragte Hendrik den jungen Mann neben sich. „Mit der Fähre würde ich sagen. Wir sollten früh aufbrechen, lange sind wir hier nicht sicher!“