„Tut mir leid, aber ich gehe ins Bordrestaurant. Der nette Herr von der Rezeption hat uns ja vorher auf das umfangreiche Buffet hingewiesen und das will ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen. Wer kommt mit?“ Emma war zu der hellbraunen Tür gehüpft und blickte noch einmal fragend in die Runde. Hendrik erkannte seine Chance und willigte ein. Seine Dusche wollte er auf nach dem Essen verschieben. Als die zwei die Treppe erreicht hatten, klopfte ihnen Sam auf die Schulter.
„Ihr zwei könnt mich doch nicht alleine lassen. Ich komme mit. Vielleicht gibt es hier ja auch mein Lieblingsmüsli.“
„Du isst wohl nur Müsli“, lachte Emma und ging neben Hendrik die Treppe hinunter.
„Müsli und Alkohol. Gesunde Ernährung ist schließlich wichtig, nicht war Hendrik?“
Sie gingen zurück zur Rezeption und fragten nach dem Weg ins Restaurant. Der Mann erklärte es ihnen freundlich und deutete in die Verschiedenen Richtungen in welchen Sie Restaurants finden konnten. Er erzählte auch vom Cosmopolitan Restaurant, welches über ein sehr großes Buffet verfügte und die Wahl zwischen fünf und sieben Gänge Menus bestand. Dieses Restaurant befand sich am Ende von Deck sieben.

Die Auswahl der Speisen war einfach unbeschreiblich und Hendrik konnte sich nicht daran erinnern, jemals irgend etwas Köstlicheres gegessen zu haben. Auch der Schichtsalat seiner Großtante konnte da nicht mithalten.
Nach dem vierten Schokoladenpudding lies Hendrik sich gut gefüllt in dem Stuhl zurück sinken und fuhr sich über seinen prallen Bauch. Er war müde und wollte einfach nur noch schlafen.
Emma hatte sich durch alle möglichen Arten von Salaten und vegetarischen Speisen gefuttert und als Hendrik seinen Dessertlöffel in die Schüssel legte, war sie immer noch bei ihrem Nudelhauptgericht.
Sam hingegen hatte sofort mit dem Dessert angefangen und sich dazu mehrere Tom Collins bestellt. Auch als die beiden anderen in mit hochgezogenen Augenbrauchen musterten erwiderte er nur, dass für ihn eine ausgewogene Mahlzeit eben mit Alkohol anfing.

Die Fähre war jetzt schon eine ganze Weile unterwegs und nachdem Emma und Hendrik Sam in einem der Casino Bars abgeladen hatten, gingen die beiden zurück auf das Zimmer.
Emma wollte duschen und Hendrik war nur noch müder geworden.
Er klappte das Pullmanbett aus, er zog das untere vor, legte die Kissen und die Decke zurecht, zog sich bis auf seine Shorts aus und kuschelte sich unter die Wolldecke.
Er war sehr schnell eingeschlafen und bekam nicht einmal mehr mit, wie Emma in der Dusche vor sich hin trällerte und pfiff.