Hendrik wurde hochgerissen. Er schaute verwirrt und verschlafen um sich. Er befand sich in einem stählernen Abstellraum ähnlichen Raum, in welchem es surrte und blickte.
Zwei glatzköpfige Männer schüttelten ihn und stützen ihn gleichzeitig.
„Aufstehen! Der Direktor verlangt nach dir!“
„Na wird’s bald? Oder müssen wir dich erst unter Strom setzten?“
Die beiden Männer schoben ihn unsanft aus der Luke, die den Raum abtrennte. Von Sam oder Emma war kein Blick zu sehen und er befand sich auch nicht mehr auf dem Luxusschiff, auf welchem er eingeschlafen war. Sein Kopf wurde mit einem Ruck in einen Blecheimer mit Eiswasser getaucht. Hendrik schrie kurz vor Schreck auf und blickte in die glühenden Augen einer Frau, die ihm gegenüber stand.
„Habt ihr ihn kontrolliert?“
„Nein, Miss. Wir werden das nachholen, sobald wir den Channel 123 passiert haben und der hier authorisiert ist!“
„Gut wegtreten!“
Hendrik spürte die brennenden Blicke der Frau immer noch, als sie schon um die Ecke gebogen waren. Aus den Wänden traten Kupfer – und Metallrohre, die abwechselnd heißen Wasserdampf ausspuckten. Als er den Blick auf den Boden richtete erkannte er dutzende Glasfaserkabelstränge die in allen Farben des Regenbogens aufblickten und eine Art Blitz, der grell funkelte, weiter trugen.
Der Gang, durch welcher Hendrik grob geführt wurde, hatte sich in zwei geteilt. Ein gläserner und ein schwarzer führten in die jeweils gegen gesetzte Richtung.
„Da lang!“
Hendrik wurde in den gläsernen unsanft gedrängt Er blickte um sich. Durch das Glas des Tunnels hindurch sah er eine Art metallene Stadt, die sich links und Rechts von ihm aufbaute. Er erkannte viele der grauen Menschen mit Glatzen. Es waren Frauen, Senioren und Kinder unter ihnen. Alle gleich angezogen und ohne Haare.
Sie passierten eine weitere Luke und blieben vor einem quietschenden, glühenden Fliesband stehen. Das Fliesband war sehr klein und schwarz. Trotzdem schien eine enorme Hitze von ihm auszugehen. Ein silberner Ring der auf einen Glastrichter gesetzt war stach in Hendriks Augen. Er war am Ende und sowie am Anfang befestigt.
„Bitte um Authorisierung des Strafgefangenen.“
Eine weibliche mechanisch klingende Stimme, war wie aus dem Nichts aufgetaucht.
„Strafgefangner 1450. Name: H.J. Sein Verbrechen: Die Auslösung. Grund: Der Direktor wünscht ihn zu sehen.“
Einer der Männer hatte geantwortet und Hendrik lief es kalt den Rücken hinunter. „Strafgefangener? Aber was soll das denn“, dachte er sich.
„Biologische Authorisierung erfolgt in wenigen Sekunden.“
Eine Feine gläserne Nadel, die in gleichem Takt pulsierte, schoss auf Hendriks Hand zu, die einer der Männer über den silbernen Ring des Trichters hielten.
„Au“, rief Hendrik.