Das Fliesband flammte nun grün auf und eine Art unsichtbare Barriere nahm pulsierend Gestalt an. Es war eine Art Tür. Sie war Schwarz, pulsierte heftig, wurde durchsichtig und gab schließlich den Durchgang in einen gewaltigen Raum frei, der eben noch nicht hinter dem Fließband gewesen war.
Die Wände des Raumes bestanden aus Rechnern, Drähten, Kabeln und surrenden und glimmenden Lämpchen, die umso schneller blinkten, wie Hendrik sich dem Mittelpunkt des Raumes näherte.
Dort saß ein Mann. Hendrik vermutete jedenfalls, dass das was er da sah ein Mann war, denn er war über und über mit Kabeln und blinkenden Lämpchen bedeckt. Der Mann thronte auf Rechnern und Glasfaserkabeln, die blitzen und ein unnatürliches Surren in ziemlich hohen und tiefen Frequenzen von sich gaben. Hendrik stellten sich die Nackenhaare zu Berge. Man erkannte nicht, ob der Mann durch sein eigenes Fettgewebe so rund und enorm erschien, oder ob es nur die Zahlreichen Kabel waren, die so eng um seinen Körper geschlungen waren. Er erinnerte stark an den Michelin Mann, doch Hendrik verwarf den Gedanken schnell, als ihm etwas anderes ins Auge stach.
Hinter dem Mann war ein riesiges, leicht blaustichiges Hologramm sichtbar. Mehrere grau gekleidete Glatzenköpfe standen vor ihm und berührten unterschiedliche Bereiche, welche dadurch kurz heller wurden.
Hendrik konnte nicht genau erkennen was auf der Plasmawand gezeigt wurde, doch es interessierte ihn brennend.
Auf einmal begannen sich die wulstigen Lippen des dicken Mannes zu bewegen. Die Hautfalten, die sich durch die dicken, bunten Kabel drückten, vibrierten bei jedem ausgesprochenen Wort. Doch was er sagte, verstand Hendrik nicht. Das Bild wurde immer verschwommener und Hendrik sackte in sich zusammen.
Er schrie und irgendjemand schüttelte ihn.
„Hendrik, aufwachen! Sag doch was! Hendrik mach die Augen auf!“
Emmas Stimme hallte von weit her zu ihm durch und er riss seine Augen auf. Er befand sich in seinem Bett, in der Kajüte, auf dem Schiff. Emma hatte sich zu ihm gesetzt und ihn geschüttelt. Sie sah besorgt aus.
„Du hast schlecht geträumt!“