Er las noch einmal die Cocktails durch und entschied sich dann schließlich für einen Mai Tai, als der Kellner ein weiteres Mal ihren Tisch besuchte.
„Einen Frozen Mageritha bitte!“
„Und ich bekomme einen Mai Tai.“
Der Kellner notiere und verschwand zurück zur Bar.
„Mai Tai, den hätte ich dir gar nicht zugetraut. Ich dachte, du würdest eher etwas anderes bestellen.“
Emma lächelte und lehnte sich auf dem Sofa zurück, welches Hendrik ihr zuvor angeboten hatte.
„Enttäuscht?“
„Nein, nur überrascht!“
Er fixierte sie kurz und musterte sie noch einmal. Sie war wirklich genau das, was er sich unter seiner Traumfrau vorgestellt hatte. Nicht sonderlich groß, normal würde er sagen, sportlich, hatte eine süße Nase und ihre glänzenden Haare rahmten das Gesicht perfekt ein. Außerdem hatte er das Gefühl, dass ihre blinzenden Augen etwas Gefährliches versteckten.
Emma erzählte nun von allem möglichen, ihrer Arbeit, ihrer Familie, ihren Großeltern und ihrem Exfreund. Der Schwede hieß Kjell. Er hatte sie anscheinend verlassen, weil ihm die Beziehung zu ernst geworden war. Die beiden waren ein halbes Jahr zusammen gewesen und als sie ihm den Vorschlag einer gemeinsamen Wohnung gemacht hatte, hatte dieser die Beziehung beendet.
Hendrik konnte nicht verstehen, warum man mit so einer Frau keine ernste Beziehung führen wollte. Gut er kannte sie erst seit knapp zwei Tagen, aber sie kam ihm so vertraut vor.
„Und wie schaut es bei dir aus?“
Die Frage riss Hendrik jäh aus seinen Gedanken. Er hatte nicht damit gerechnet, etwas aus seinem Liebesleben Preis geben zu müssen. Er nahm einen großen Schluck aus seinem Cocktail und räusperte sich.
„Naja da gibt es nicht sonderlich viel zu erzählen“, fing er an.
Doch Emma hackte weiter nach.
„Och komm schon. Ich hab dir auch alles erzählt. Jetzt will ich auch etwas von dir hören!“