Die Bar war geräumig mit Sofas, Stehplätzen und einem Tresenausgestattet und es lief ruhige Loungemusik im Hintergrund. Hendriks Studienkamerad zielte eine Sofaecke im hinteren dunkleren Bereich der Lounge an und lies ich in die Ecke fallen. Er klopfte auf den Platz neben sich doch Emma lies sich in einen der Sessel gegenüber von ihm fallen. Hendrik setzte sich in den anderen Sessel. Emma blickte zur Bar und die Kellnerin kam schon auf die drei zu. Die Bar war nicht sonderlich mit Gästen gefüllt und so hatten die drei viel Zeit ungestört miteinander zu sprechen.
„Also, wir haben in unserer Studienzeit einen Professor kennengelernt, nein ich muss noch früher anfangen. Also Hendrik und ich haben in Oslo zusammen gewohnt, in einer Studenten WG. Die anderen Bewohner, wir waren zu fünft, waren allerdings selten da. Wir haben uns beide für ähnliche Themen interessiert und obwohl wir zwei unterschiedliche Fächer belegt hatten, beschäftigten wir uns, mit dem selbem Thema. Nämlich, was die Zeit für eine Wirkung auf uns Menschen hat und in wieweit sich so was physikalisch, wie chemisch erklären lässt.“
Hendrik unterbrach seine Ausführungen, als die hübsche Kellnerin erneut zu ihrem Tisch kam. Sie brachte die bestellten Drinks und stellte vor jeden einen Cocktail. Hendrik verfolgte die flirtenden Blicke, die Sam der Brünetten zuwarf und erkannte auch die Schnute die Emma dabei zog, als sie Sams Blicken folgte. Die Bardame bedankte sich für das reichliche Trinkgeld, welches ihr Sam gegeben hatte, als er für die Cocktails bezahlte.
Hendrik räusperte sich und gewann wieder Emmas und Sams Aufmerksamkeit, als die junge Frau zurück zum Tresen gegangen war.
„Wie ich schon sagte, hat es etwas mit der Zeit zu tun. Keine Ahnung wie lange später sind wir im Internet auf Max gestoßen. Er ist Professor in Hamburg und hat sich für genau das gleiche Interessiert wie wir. Wir haben uns getroffen und uns angefreundet und ein Forschungsprojekt gegründet, von der Sam und ich die ganze Zeit sprechen. Was genau das ist, ist kompliziert. Nur soviel es hat mit der Zeit zu tun.“
Emma unterbrach seine Ausführungen kurz: „Was wolltet ihr etwa eine Zeitmaschine bauen?“
Sam verschluckte sich an seinem blauen Drink und Hendrik hob den Finger, als Zeichen, dass Emma leise sein sollte.
„So in etwa könnte man es ausdrücken, nur dass es nicht so leicht zu formulieren ist.“